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Grund- und Fachbegriffe

Infothek

Grund- und Fachbegriffe Für alle die mehr wissen wollen.

Hier finden Sie eine kleine Auflistung der wichtigsten Begriffe aus unserer Sicht.

Gerne stehen wir für genauere Beschreibungen oder weitere Ergänzungen zu Ihrer Verfügung.

Sprechen Sie uns an...

 

A

Ablängen ist das Zuschneiden  einer Leitung auf Länge, zur Weiterverarbeitung oder dem bedarfsgerechtem Verkauf.

Das Entfernen der Isolation bei Litzenleitungen wird als Abisolieren bezeichnet. Ein Verletzen oder Einschneiden der Leiter bzw. Litze ist unzulässig. Daher werden meist spezielle Zangen bei manueller und Messer bei halb- und vollautomatischer Verarbeitung  verwendet. 

Bezeichnet das Entfernen der Außenisolation, dem sogenannten Mantel bei Kabeln bzw. Mantelleitungen, ohne die darunter liegenden Elemente zu verletzen. Hierzu werden meist spezielle Zangen und Messer verwendet. 

Farbige Kennzeichnung, die den Aufbau, Verwendungszweck, und weitere Informationen zu elektrischen Leitungen angibt. Der Aufdruck erfolgt beispielsweise durch spezielle Tintenstrahldrucker und Laserdrucker.

Ist die äußerste Schutzhülle einer Mantelleitung.

Ist eine Standardisierung für Drahtdurchmesser, die auf den Ziehschritten eines Drahts bei der Herstellung beruht. 

Ist eine auf dem AWG-Standard basierende Kennzeichnung einer Leitung und findet insbesondere in Nordamerika Anwendung. Je kleiner die AWG-Nummer desto größer ist der Drahtdurchmesser.

Ist die aufgewendete Kraft, die Auskunft über die mechanische Belastbarkeit einer Crimp-Verbindung gibt.


Als Ader werden Litzenleitungen bezeichnet, die in einer Mantelleitung (Kabel) zusammengefügt sind.

B

Bezeichnet in der Kabelkonfektion das Umwickeln mit Bändern und somit das Zusammenfügen mehrerer Litzenleitungen zu einer Einheit. Das Bandagieren erfolgt schraubenförmig, meist mit PVC- oder Textilbändern. Die Bandagierung kann manuell oder mit speziellen Bandagierautomaten erfolgen.

Blindstopfen werden bei Gehäusen verwendet, bei denen nicht alle Pins (Steckplätze) belegt sind. Eine Verschmutzung oder das Eindringen von Wasser in nicht-kontaktierte Teile des Gehäuses wird somit vermieden.

Unter dem Biegeradius versteht man die Biegsamkeit einer Leitung. Der Biegeradius wird durch den x-fachen Wert des Durchmessers einer Leitung definiert. Ein Überschreiten des Werts kann die Leitfähigkeit beeinflussen und zum Kabelbruch führen.

C

Crimpen ist ein Fügeverfahren, bei dem zwei Bauteile durch mechanische Verformung zusammengefügt werden. Dies kann beispielsweise durch Bördeln, Quetschen, Kräuseln oder Falten geschehen.

In der industriellen Fertigung haben Crimpverbindungen beim Anschluss von Leitungen die Verbindung durch Löten größtenteils ersetzt. Eine Crimpverbindung zeichnet sich durch eine hohe mechanische und thermische Belastbarkeit aus. Diese Vorteile setzen die richtige Auswahl des Materials, den passenden Kontakt zur Leitung und eine fachlich korrekte Verarbeitung voraus. Daher ist das Angebot an Crimpkontakten und Verarbeitungswerkzeugen sehr vielfältig.

Grundlegend wird zwischen offenen und geschlossenen Crimps unterschieden.

Beim geschlossenen Crimp wird die abisolierte Litzenleitung in eine Hülse eingeführt und verpresst. Die Verpressung erfolgt in der Regel nur im Bereich des Litze. Gängige Beispiele sind Aderendhülsen, gedrehte Kontakte sowie teil und- vollisolierte geschlossene Crimphülsen.

Der offene Crimp wird in der Regel als Bandware hergestellt und maschinell verarbeitet. Während des Crimpvorgangs wird die U-förmige offenstehende Crimphülse geschlossen und legt sich um den elektrischen Leiter (Leitercrimp). Meist wird zudem auch die Isolation umschlossen (Isolationscrimp).

D

DIN ist die Abkürzung für die bedeutendste deutsche Normungsorganisation - Deutsches Institut für Normung e. V. und erstellt vereinheitlichte freiwillige Standards.

DIN-Normen können national, europäisch oder international anerkannt sein.

Die Ergänzung der DIN durch weitere Buchstaben weist auf Übernahme einer bestehenden Norm hin. Der Ursprung und Geltungsbereich ist aus der Kennzeichnung ersichtlich.

Beispiel:
EN: Europäische Normen der Standardisierungs-Komitees CEN, CENELEC oder ETSI
ISO: Internationale Regeln der International Organization for Standardization
IEC: Normen der International Electrotechnical Commission

 

 

Duroplaste, auch Duromere genannt, gehören zu den drei Hauptgruppen der Kunststoffe. Nach vollständiger Aushärtung, die durch eine chemische Reaktion hervorgerufen wird, weisen sie eine hohe Härte auf. Duroplaste lassen sich nicht erneut verformen.

E

Elastomere auch Elaste genannt, sind verformbare Kunststoffe, die sich bei mechanischer Belastung elastisch verformen und anschließend wieder in ihre ursprüngliche Gestalt zurückkehren. Anwendungsbeispiele für Elastomere sind Dichtungen und Fahrzeugreifen.  

Eine Einzeladerabdichtung (Englisch 'seal') verhindert das Eindringen von Schmutz und Feuchtigkeit und wird meist vom Isolationscrimp gehalten.

G

I

DIE IEC - International Elctrotechnical Commission ist im Bereich Elektronik und Elektrotechnik tätige Normungsorganisation mit Sitz in Genf.

DIE ISO - International Organization for Standardization ist eine Vereinigung von internationalen Normungsorganisationen. Sie erarbeitet Normen in allen Bereichen, mit Ausnahme der Elektronik und Elektrik. Diese werden von der IEC aufgestellt.

Insbesondere in der europäischen und nordamerikanischen Automobilindustrie spielt die ISO/TS 16949 eine entscheidende Rolle. Sie basiert auf der EN ISO 9001 und stellt eine Anforderung an die Qualitätsmanagementsysteme der Unternehmen dar. Die Erweiterung TS steht hierbei für Technische Spezifikation.

Als Isolation bezeichnet man die äußere Umhüllung bei einer Litzenleitung. Sie dient einerseits als Schutz der Litze und verhindert gleichzeitig den Durchgang elektrischer Ströme. Daher werden verschiedenste nichtleitende Stoffe je nach Einsatzzweck eingesetzt.

Beispiele:

ZeichenMaterial
PVCPolyvinylchlorid
TPEPolyether-Elastomer
PTFEPolytetrafluorethylen wie z. B. Teflon ®
SIRSilikon-Kautschuk

 

 

 

K

Ein Kabelbaum ist eine Bündelung von Leitungen.

Kabelkonfektion bezeichnet im Allgemeinen die Herstellung von anschlussfertigen Kabeln, Kabelbündeln und Kabelbäumen.

Kupfer ist ein gut formbares, zähes und trotzdem weiches Metall. Aufgrund seiner Eigenschaften als hervorragender Strom- und Wärmeleiter wird es unter anderem in elektrischen Leitungen eingesetzt.

Kunststoffe, auch Plaste genannt, zeichnen sich durch Ihre Eigenschaften wie beispielsweise Elastizität, Härte, Wärmeform- und Temperaturbeständigkeit aus. Daher sind ihre Anwendungsmöglichkeiten je nach Zusammensetzung sehr vielfältig.

Zu den Hauptgruppen der Kunststoffe zählen Thermoplaste, Duroplaste und Elastomere.

L

siehe Litze 

Eine Leitung oder elektrische Leitung transportiert elektrische Energie.

Die Litze (auch elektrischer Leiter genannt) besteht meist aus Kupfer in Form von Drähten und Drahtverbünden. In bestimmten Anwendungsfällen können auch Aluminium oder geeignete Metalllegierungen eingesetzt werden. Der Leiter überträgt die elektrische Energie oder Signale. Der Querschnitt, oder auch Querschnittsfläche des Leiters, muss an die jeweilige Stromdichte angepasst sein.

Die Litzenleitung (Englisch 'stranded wire') besteht in der Elektrotechnik meist aus dünnen, biegsamen Einzeldrähten, die von einer Isolationshülle umschlossen sind. Hierbei wird zwischen feindrähtigen und feinstdrähtigen Litzen unterschieden. Der Leitungsaufbau und die Anzahl der Einzeldrähte sind hierfür die entscheidenden Merkmale. Des Weiteren werden aber auch unflexible eindrähtige Litzen hinzugezählt.

M

Eine Mantelleitung, auch Kabel genannt besteht aus mehrern Adern. Isolierte Einzelleitungen (Litzenleitungen) werden in einem Verbund zusammengefasst und von einer äußeren Isolierhülle, dem Mantel, umgeben.

Grundlegend kann zwischen geschirmten und ungeschirmten Leitungen unterschieden werden. Bei geschirmten Kabeln wird zusätzlich eine Abschirmung vor elektrischen und/oder magnetischen Feldern, durch Einbringen geeigneter Materialien, eingebracht.

P

Die Plastifikation bezeichnet bei der Kunststoffverarbeitung das Verformbar-Machen eines Kunststoffs. Hierzu wird ein Granulat oder Pulver durch Temperatureinwirkung weich gemacht. Im weiteren Prozess kann das Material beispielsweise zu Spritzgussteilen ausgeformt werden.

Q

Der Querschnitt bei Leitungen beschreibt die Fläche einer Litze und wird in der Regel in mm² angegeben.

S

Das Steckergehäuse (Englisch 'housing') genannt wird zur Kontaktierung an Gegensteckern, dem entsprechenden Pendant eingesetzt. Grundlegend kann nach der Polzahl, den verfügbaren Steckplätzen und dem Aufbau unterschieden werden. Unterscheidungs-Merkmale können beispielsweise auch Verriegelungen, Dichtungen oder das Material sein.

T

Thermoplaste, auch als Plastomere bezeichnt sind Kunststoffe, die sich durch Temperatureinwirkung verformen lassen. Zu den besonderen Eigenschaften gehören die Schweißbarkeit und die Reversibilität, also die Wiederholbarkeit der Formgebung.